29.07.15

Maker Mover and Shaker: Pom Berlin



Himmel, dieses Internet. Fluch? Segen? Oder beides? Ja, beides würde ich sagen. Auf der 'Pro-und-Contra-Liste' würde in der Spalte Pro auf alle Fälle mal die Vielfalt an tollen Shops und Talenten stehen. Also auf meiner. Bei meinem Sparmeister, Schrägstrich Ehemann fällt das ganz klar unter Contra. Aber der kennt vermutlich noch nicht das Label pom Berlin und die vielen anderen kleinen Selfmade-Designer die entweder mittlerweile schon ganz schön groß sind oder in den Startlöchern stehen und mit unheimlich viel Gefühl für Schönes bestimmt mal ganz weit hinauf klettern.

Groß oder klein. Ich will diesen Künstlern eine Bühne bieten. Denn das haben sich zum einen die Köpfe hinter den schönen Produkten verdient und zum anderen ihr. Denn wenn wir uns ehrlich sind, ihr tut es doch auch alle mindestens genau so oft und gerne wie ich -  dieses Online-Shopping. Stimmt doch, oder?

Darum: Bühne frei, für den ersten Beitrag meiner 'Maker Mover and Shaker'-Reihe:



Hallo, unsere Namen sind... Monika (37) und Stephanie (43) - besser bekannt als Moni und Stephie

...und wir sind die Köpfe hinter... pom Berlin (pom ist eine Worterfindung unserer Kinder - die haben quasi bestimmt wie wir vortan heissen sollten)!

Unser Label gibt es seit... Herbst 2013

...und es entstand weil… wir den Prinzessinen Style und den Auto Alarm auf den Kinderklamotten nicht mehr sehen und kaufen wollten!

In unserer "Werkstatt" steht... eine Nähmaschine, eine Spezialtransferpresse, ein Schneidecomputer, ein Computer, ganz viele bunte Textildruckrollen, Pappen & Papier, immer irgendwo ein Cappuccino und ein Spezi, viele Bilder und Fotos.

Unsere zwei absoluten Bestseller sind... das blaue Sweatshirt mit der Girlande und das graue Sweatshirt mit den bunten Dreiecken!

...und wir glauben aus dem einen Grund weil... die Sachen Jungen, Mädchen oder Eltern tragen können, weil sie funkeln und besonders sind. 
 
Unser Wunsch für die Zukunft ist... natürlich, dass viele Kinder unsere Sachen tragen! Denn unsere eigenen Kinder finden sie superbequem und schön glitzernd und bunt. 


Übrigens: Bis zum 31.7. bekommt ihr mit dem Code '20ANNI' 
20% off auf euren Einkauf bei pom Berlin.


Ihr habt ein tolles Label oder kennt jemand, der hier unbedingt gezeigt werden muss? Dann schreibt mir ein Mail an mail(at)annipalanni.com

  
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28.07.15

Das Leben: Wir sind Patchwork II


Sie war die "die Ex", die Mama seines Sohnes, die Frau, die ich eigentlich nicht mochte, die Frau die zwischen uns stand, obwohl sie das nie tat. Google erklärte mir, dass "Ex" im lateinischen für "Extra" steht - das bedeutet außerhalb. Doch "Intra" wäre die viel passendere Beschreibung für Simone. Es bedeutet innerhalb und trifft es genau: Nur wenn wir alle innerhalb unseres Familien-Dreiecks zusammen halten, können wir unseren Kindern Rückhalt bieten und jene Werte vermitteln, die sie auf ihrem Lebensweg brauchen: Toleranz, Liebe und Offenheit für das, was im 0815-Welt-Anschauungs-Denken vielleicht als 'abnormal' bezeichnet wird.

Nachdem ich euch letzte Woche meine Gedanken zu unserem Patchwork-Dasein niederschrieb, erklärte sich Simone bereit, nun auch ihre Sicht der Dinge zu veröffentlichen:


Ich bin schwanger mit unserem Wunschkind. Beklemmende Gefühle schleichen sich ein. Sie schnüren mir nach und nach die Luft zum Atmen ab. Ich habe keine Angst vor der Geburt oder dem neuen Leben mit Kind. Ich frage mich ständig, ob der Mann an meiner Seite noch der ist, mit dem ich ein Immer und Ewig will, und spüre, dass auch er zweifelt. Zuerst im Stillen, dann ausgesprochen, mit dem Versuch noch mal neu zu starten. Wir halten zusammen im wichtigsten Moment – der Geburt unseres Sohnes. Und doch, das Gefühl bleibt, dass etwas nicht stimmt. Irgendwann mag ich nicht mehr in diesem Gefühlsnebel von Unsicherheit und Ungeliebtheit weitermachen und gehe. Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie egoistisch. Aber ich werde auch nicht aufgehalten. Also verlasse ich mich blind auf sein Versprechen, immer für uns da zu sein. Er hält Wort.

Die Angst aber bleibt: kann ich in einer Trennungszeit eine gute Mama sein? Und dann wird auch noch eine neue Frau Realität. In meinem Kopf: Wut. Hass. Angst. Schmerz. Unsicherheit. Wer ist diese Frau. Wie lange bleibt sie. Wird sie meinen Sohn kennen lernen. Hält sie jemand für die Mutter, wenn sie zusammen unterwegs sind. Friede, Freude, Eierkuchen – ohne mich? Ich müsste doch mit Kilian und seinem Papa gerade glücklich durch die Straßen ziehen. Mag Kilian sie – merkt er überhaupt schon, dass das nicht seine Mama ist. Ärgert sie es, dass ich ein freies Wochenende habe, und ihr junges Liebesglück dafür „bereichert“ wird von einem forderndem Säugling? Mir egal, ich genieße dieses Wochenende – sie wusste, worauf sie sich einlässt. Und dann die Erkenntnis, sie bleibt: also wie arrangieren, wie die negativen Gedanken raus kriegen? Ich will sie aber weiterhin verteufeln, verwantwortlich machen. Da stampf ich gleich kräftig auf den Boden. Werfe mich bockig auf den Boden. Beeindruckt irgendwie niemanden. 


Dann hilft nur viel Geduld mit mir selber, hässliche Gedanken zulassen, aber immer weniger werden lassen. Ich habe nur den einen Wunsch, im Sinne meines Sohnes zu handeln: er soll nie das Gefühl haben, dass er mir gegenüber ein schlechtes Gewissen haben muss, weil er die Bonus-Mama mag. Hat lange gut funktioniert... bis sich dieses neue Kind ankündigt. Schlag ins Gesicht, bitterliche Tränen. Worauf hatte ich denn noch gehofft?

Hmm, die neue Frau nimmt mir auch noch diese „Vorherrschaft“ weg... naja, dann sollten wir uns doch mal persönlich kennen lernen. Ich kann mich nicht mehr gut ans erste Treffen erinnern. Aber es gibt eine herzliche, ernst gemeinte Umarmung zum Schluss. Die bis heute immer einfacher, enger, freundschaftlicher, herzlicher, vertrauter, verbündeter wird.

Donnerstag. Ich bin sauer auf Peter. Rufe ihn an. Erreiche ihn nicht. Er ist immer erreichbar. Er ruft zurück. Anna liegt in den Wehen – es geht ihr nur mäßig, kriegt eine PDA. Mir laufen die Tränen runter. Warum ruft der mich während der Geburt zurück. Also am Abend muss der Sohn zur Oma. Ich muss jetzt mit meiner besten Freundin Wein trinken. Und was sagt die mir: Olivia, dieser neue Erdenbürger, wollte dich bei ihrer Geburt dabei haben. Sie hat mich aber nicht gefragt. Ist einem Kind doch egal. Gut so. So symbolisch Olivia es an ihrem ersten Lebenstag macht, so real macht sie es jetzt. Immer. Sie nimmt mich an der Hand. Manchmal lässt sie meine Hand nicht mehr los. Ich ihre auch nicht. 

Und dann Tim. Da gibt es keine negativen Gedanken mehr. Pure Freude, die Belohnung, dass wir zwei Frauen so wunderbar miteinander auskommen. Es ist diese Gewissheit, dass niemand irgendwem irgendwas weg nimmt. Jeder lebt sein Leben, aber gern auch zusammen. Der nötige Abstand muss stimmen. 

Ich liebe dieses Familienbauwerk, und jeden Baustein darin. Viele Menschen sind verwundert, aber auch stolz auf uns. So etwas hätten sie selten gesehen. Ich weiß, wir sind fast schon priviligiert, dass es mittlerweile läuft bei uns. Nicht immer nur rund. Bedürfnisse verändern sich. Aber wir passen auf dieses Bauwerk auf, es ist ein wertvoller Schatz.


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27.07.15

Oh Monday: Starte langsam





FERM LIVING          Kissen Cut braun
FERM LIVING          Kissen Cut dunkelblau
FERM LIVING          Kissen Cut grauweiß
URBANARA          Teppich Kolong


Live aus unserem Wohnzimmer: Olivia auf dem Sofa liegend, stellt Fragen wie "warum können Vögel fliegen und ich nicht", Tim wütet während dessen in ihrem Zimmer (was sie natürlich nicht weiß), ich schlürfe Kaffee bevor ich versuche mit literweise Tee das Halsweh wegzuschwemmen.

Hinter uns liegt die wohl anstrengendste Woche mit zahnendem und schreiendem Baby, heißen Temperaturen und einen viel beschäftigten Papa - eine langsamen Start wie diesen, haben wir uns allesamt verdient.

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21.07.15

Das Leben: Wir sind Patchwork




Da steht er, der Mann meiner Träume. Der Mann, mit dem ich mir vorstellen könnte, mein Leben zu verbringen. Gott, wie laut mein Herz pocht. Stopp. Er hat ein Kind.

Hach, wie gut er riecht. Ach, das geht schon. Das wird. Das bekomm ich hin. Schließlich mag ich Kinder.

Ach ja, zu einem Kind gehört auch eine Mama. Eine Frau. Seine Ex. Wie sieht sie wohl aus? Scheiße, die ist hübsch.

Eifersucht.

Er schläft zwischen uns im Bett? Uff. Ich glaub das Kind wird mich hassen. Oder hasst mich jetzt schon?

Wie lange dauert das denn noch? Er wollte doch nur schnell Kilian zu ihr bringen und dann gleich wieder kommen. Was die wohl gerade reden? Liebt er sie doch noch?

Ich gehe, ich schaff das nicht.

Ich mag diese Frau nicht.

. . .

Sie will mich kennen lernen? Ich will die nicht mögen!

Scheiße, die ist nett.

Olivia.

Wir sind eine Familie.

Ich mag sie.

Sehr.

Die Telefonnummer seiner Ex in meinem Handy? Schräg!

Kilian, der Bruder meiner Tochter. Dabei fließt nicht mal ein Tropfen von meinem Blut in seinen Adern. Nein! Hilfe! Ich will das nicht. Ich will eine normale Familie. Schluss! Stopp!

Wochenende? Nein, ich will Ruhe! Ich will meine kleine normale Familie genießen!

Bumm. Bäm. Runterschlucken. Durchatmen. Alles ist gut.

Kilian, Olivias erste große Liebe. Sie himmelt ihn an.

Familien-Feier: sie ist dabei, seine Ex. Das ist ok. Ich mag sie. Sie gehört zu uns. Ihr gehört hier einen Platz. Für immer.

. . .

Tim.

Der Kreis schließt sich. Ein Segen von oben für uns. Unsere Familie. Unser Dreieck.

Ich lege mein Kind in die liebevollsten Hände, die ich mir für meinen Sohn nur wünschen könnte. Simone, seine Ex-Freundin, die Mutter seines Sohnes, die Frau, die ich gehasst habe, obwohl ich sie gar nicht kannte. Tim's Patentante. Meine Freundin.

Ich bin glücklich.

Jeder für sich und doch alle zusammen.

Wir gehören zusammen. Manchmal ist es schwer.

Liebe. Und Dankbarkeit. Und der Wille, von unseren Kindern zu lernen, für die es kein Halb oder Ganz gibt. Sie fühlen ihr Herz und spüren, wir sind eins.

  



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20.07.15

Happy Shopping: Gesucht und gefunden





Kennt ihr das mit der ewigen Suche nach dem richtigen Teppich? Ich schon! Denn seitdem wir in unser Haus vor nun etwa drei Jahren eingezogen sind, durften hier schon viele Teppiche aus und eingehen. Einige wurden direkt wieder retour gebracht, andere lagen hier ne Weile, machten aber nie so richtig glücklich. 

Dass vermutlich irgendwo in den Weiten von den vielen tollen Online-Shops genau DER Richtige auf mich wartet, hab ich zwar immer vermutet, die Lust, Stunden mit der Suche danach zu verbringen, kam aber nie so richtig auf. Eine kleine Weisheit, die mir mal irgendjemand zuflüsterte und ich seither immer in meinem Kopf behalten habe, besagt "es fliegt zu dir, was du brauchst" und so war es letzendlich auch mit dem schönen Teppich namens Kolong von Urbanara *. Und da - zack - liegt er auf unserem Boden im Wohnzimmer und wird bespielt, betanzt, bekuschelt, bepurzelbaumelt (gibt's das Wort?) und von mir tagtäglich beliebäugelt. Schön, dass du da bist Kolong (den gibt es übrigens auch in rund, guckst du hier), du bist gekommen um zu bleiben. 


May your coffee be strong 
and your Monday be short.
  




* sponsored 

07.07.15

Mama-Uniform: Natur pur!






VINTAGE       top (ähnliches hier)
ZARA          short (ähnliche hier)
AUNTS & UNCLES          tasche*
BIRKENSTOCK          sandale
H&M         bikini-top (ähnliches hier)

OLIVIA TRÄGT:
KLEINE WÖLKCHEN          rock
H&M          bluse (ähnliche hier)
CROCS          ballerinas*
photos by peter baier



*sponsored/affiliate link

06.07.15

Olivias Gartenparty









Wir haben Platz. Viel Platz. Und es ist Sommer. Ein sehr heißer Sommer. Wenn dich da zwei süße blau-grüne Kinderaugen ansehen und dabei mit einem freudigen Strahlen im Gesicht eine "Parttttiiiiii" gewünscht wird, ist ja wohl klar, dass ich da schwer Nein sagen kann. Dass aus dem "fünf Freunde aus dem Kindergarten, und keinen mehr" kurzerhand sieben Freunde wurden, war wiederum auch klar. Die blau-grünen Kinderaugen sind schuld. Die haben mich immer wieder.

Am Tag der Party des Jahres, erntete ich zu Beginn erst mal ganz mitleidende Blicke der Mütter. Die meinten wohl, ich hab mir da ein bisschen zu viel Arbeit aufgehalst. Pah! Denkste! Ich war ja tip-top ausgerüstet. Und zwar mit:

♥ meiner besten Freundin, die für die Kreativ-Bespassung zuständig war 
(ich übernahm die Rolle der Baywatch-Nixe)
♥ meinem Mann, der tonnenweise Würstel grillte 
(und literweise Bier trank)
♥ dem schönsten Pappgeschirr ever 
(die Mütter dachten bestimmt, ich muss die halbe Nacht Geschirr abwaschen haha!)
♥ Eis mit bunten Streusel und - ganz wichtig - kleinen hübschen Palmen 
("Ein Kind weint? Ich bring Schokoladeneis!")
♥ tonnenweise Popcorn und Salzstangen 
(Bäm! Wie viele Popcorn in so einen Kinderbauch passen - ich bin beeindruckt)
♥ wunderschönem Dekokram 
(lass ich hängen, bis der Regen kommt, so hübsch ist der)
♥ Säckchen gefüllt mit ungesundem Gummizeug
 (bekamen sie erst zum Abschied - so lag die Menge des Verzehrs in der Obhut der Eltern)
♥ und - last but not least - meinen kleinen Tim, der sich am Ende über all die leckeren Reste hermachte 
(Denn: nach der Party ist vor der Party!)

Ein herzliches Dankeschön geht an Birgit von der Partyerie, die Olivias Gartenfest mit all den schönen Dingen ausgestattet hat.