16.04.15

guten morgen sonne




"Sun is shining, the weather is sweet. Make you want to move your dancing feet."

Morgens aufstehen, die Rollläden hochfahren und die Augen dabei zusammen kneifen zu müssen weil die Sonne schon warm durchs Fenster scheint. Mein momentanes Lieblingsgefühl. 
Und eures?

15.04.15

peter kocht burger




Die einen gehen Samstags ins Kino, die anderen machen Samstags Sport. Dann gibt es wieder welche, die Samstag ganz lange schlafen. Und dann gibt es die Familien, die Samstags ganz viel essen. Wir gehören zu letzterem. Wir essen Burger am Burger-Samstag. Und das sind nicht irgendwelche Burger, nö! Das sind Pulled-Pork-Burger. Yay, die sind gut. "Die muscht du in deiner Kolumne tscheigen", schmatzte ich also letzten Samstag meinem Mann entgegen. Und siehe da, er hat mich verstanden. Und den Auftrag ausgeführt. Wer also mitschmatzen mag, liest weiter unten das tolle Rezept.

Und jetzt sagt mir bitte, dass nicht nur wir samstägliche Fressorgien veranstalten! Mit was haut ihr euch denn immer so die Bäuche voll?



Pulled-Pork-Burger
Zutaten (für ca. 6 Personen)

Buns:

400 g Kartoffeln
etwas Milch
30 g Butter
550 g Mehl
200 g Cottage Cheese
30 g Zucker
3 Pkg. Trockenhefe
Salz
2 EL Öl
2 Eier
Milch

Kartoffeln schälen, klein schneiden und in Salzwasser weich kochen. Mit Milch und Butter stampfen, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist und mit Salz abschmecken. Das Kartoffelpüree anschließend mit Cottage Cheese, einem Ei, Zucker, Öl und Salz in einer Schüssel gut verrühren. Hefe und Mehl gut unterrühren. Den Teig in eine geölte Schüssel legen und ca. 45 Minuten ruhen lassen. Anschließend nochmals durchkneten. Danach in ca. 100-110 g schwere Stücke teilen, zu gleichmäßigen Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Nochmals 15 Minuten gehen lassen. Inzwischen den Ofen auf 160°C Heißluft vorheizen. Etwas Milch mit dem 2. Ei verquirlen und die Brötchen damit bestreichen. Im Ofen ca. 20 Minuten goldbraun backen.


Pulled-Pork:

1 kg Schweineschopf im Ganzen
100 g BBQ-Sauce od. Ketchup
30 ml Sojasauce
etwas Wasser
3 Zwiebeln
Salz


Zwiebeln grob schneiden und mit Sojasauce, BBQ-Sauce und etwas Wasser in einer feuerfesten Form vermengen. Das Fleisch in einer Pfanne kurz und scharf rundum anbraten, danach salzen und in die Sauce legen. Das ganze bei 150° C Heißluft unter mehrmaligen wenden und übergießen ca. 4 Std. schmorren.

Das Fleisch etwas abkühlen lassen und mit den Fingern in die einzelnen Fasern reißen und wieder mit der Sauce vermengen.

Die Burger nach belieben zusätzlich mit gebratenen Speck, Essiggurkerl, Käse und Mayonnaise füllen.

Moizeit!

13.04.15

an der wand








Poster "Birds in a tree" // Lisa Grue
Kerzenleuchter // Hay
Print "Circles" // Seventy Tree

Magazine kaufe ich übrigens immer hier.


08.04.15

unser ostern





Oh Ostern, ich mag dich. Jedes Jahr, immer wieder. Du bringst Ruhe, so viel Freude, so viele Momente die hängen bleiben. "Mama, ich bin ja schon so gespannt", strahlt mir eine völlig aufgeregte kleine Olivia um 6 Uhr morgens ins Gesicht. Es ist so wunderschön, solche Feste als Mama zu erleben. Mit durchs Haus zu hüpfen um Osterhase zu spielen. Zu überlegen, wie der Osterhase denn genau aussehen könnte. Trägt der auch Kleidung? Ist ja schließlich noch kalt. Und das Wichtigste: wo bitte sind denn Mama und Papa Osterhase? Die braucht er doch nach so harter Arbeit. "Sollen wir ihm helfen?", fragt O. Und so entstand sie unsere Oster-Tradition in Form eines kunterbunten Osternestchens, das am Samstagabend vor die Haustüre kam. Muss er sich nur noch um Schokolade und Fahrrad kümmern, der Osterhase. Und das tat er. Und sie strahlte. 

Dankbarkeit und Glück. Durch und durch. 







31.03.15

schlechtwetter-programm





Orkan "Niklas" lässt uns momentan das Haus hüten. Da musste eine (von vielen) Neubeschäftigungen her. Den Anfang machte nun einfach mal schnell schwarze Latexfarbe an einer Küchenwand die mir sowieso immer schon den letzten Nerv raubte. Links davon befindet sich nämlich der Geschirrspüler - oh und ich hatte es ja so satt, Kaffeeflecken und Tomatensauce von der Wand zu schrubben.

Ob man dafür denn nicht eigentlich Tafellack verwendet? Jap, kann man auch. Hatten wir sogar schon mal. Und ich spreche somit aus Erfahrung, dass es nicht gerade leicht ist, den Lack wieder von der Wand zu bringen. Latexfarbe riecht nicht so unheimlich giftig, muss auch nicht abgeschliffen werden, wenn sie überstrichen werden soll und führt den Zweck als Tafelwand mindestens genauso gut aus, wie der Lack. 

  

30.03.15

peter kocht fisch


Limetten-Ingwer-Buttermilchpasta mit knusprigen Lachsfilet und Bröselbohnen:

Zutaten (für 4 Personen):
600g frische Lachsfilets
400g Pasta
1 kleine Zwiebel
50g Ingwer
1TL Rohrzucker
1 Limette (unbehandelt)
2EL Creme fraiche
100ml Buttermilch
frische Minze
grobes Meersalz
300g grüne Bohnen
Semmelbrösel
Butter
Olivenöl


Zwiebel und Ingwer fein würfeln, anschließend mit der geriebenen Limettenschale in Olivenöl leicht anschwitzen. Zucker beigeben und leicht karamellisieren. Mit dem Saft einer halben Limette ablöschen, Creme fraiche und Buttermilch dazu, Temperatur reduzieren.

Inzwischen die Pasta in reichlich Salzwasser bissfest kochen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Butter beigeben.

Die Lachsfilets mit der Hautseite in einer Pfanne braten und immer wieder mit dem heißen Öl aus der Pfanne übergießen. Sobald die Haut knusprig gebraten ist aus der Pfanne heben, mit der Hautseite nach oben und im Backrohr bei 58 Grad warmstellen.

Die Filets sollten innen noch glasig sein.

Die Bohnen gewaschen und halbiert in Butter braten. Die Brösel beigeben und schwenken bis die Brösel goldbraun sind.

Die Nudeln mit einer Fleischgabel zur Rolle drehen, am Teller platzieren, mit der Sauce beträufeln, Minze in feine Streifen schneiden und über die Pasta streuen.

Bröselbohnen und Lachs dazu und mit groben Meersalz bestreuen.

Moizeit!

25.03.15

ein Jahr


Tim. Mein Tim. An dieser Stelle sind nun gefühlt 100 Satzanfänge gestanden. Und immer wieder hab ich sie gelöscht. Denn irgendwie tippt es sich heute nicht so leicht, wie sonst. Irgendwas läuft nicht so in mir, wie sonst. Vielleicht sind es all die Erinnerungen, die heute wieder lauter werden, weil ich sie vermehrt zulasse. Heute ist der 25. März 2015. Heute vor einem Jahr bist du geboren. Heute vor einem Jahr musste ich lernen, dass es oft anders kommt, als man sich wünscht. Ich musste lernen, dass Dinge schief gehen können, dass man gewisse Dinge nicht in der Hand hat. Dass man sich fallen lassen muss, und der Satz "Alles wird gut" so viel größere Bedeutung annehmen kann, als man je geahnt hätte.  Alles wird gut. Ich glaube, ich habe mir das in der ganzen Schwangerschaft so verinnerlicht, dass es selbst in jenen Minuten, in denen ich nicht mehr bei mir war, ständig wie ein Tonband in meinem Kopf lief. Oder warst du das, der mir da zuflüsterte? Um uns herrschte so viel Hektik, aber ich fühlte dich und die Wärme und Liebe deines Papas. Da entstand ein Band zwischen uns drei, das nie wieder abreißen wird. Harte Situationen schweißen zusammen, heißt es immer. Und es stimmt. Wir sind ein Team.

Erinnerst du dich eigentlich an die erste Stunde in deinem Leben? Ich hätte so gerne eine Antwort darauf. Die Stunde, in der du schon da warst, ich aber nicht. Die Stunde, die mir so verdammt viel Kraft kostet. Die mich so durcharbeitet. So traurig und wütend macht. Die Stunde, in der ich noch im OP lag und du auf deinem Papa nach mir gesucht hast. Es gibt davon ein Video. Ich kann es mir nicht ansehen. Ich würde so gerne, denn das bist du, so klein, so gesund, so lebend. Vielleicht könnte ich dann meine Traurigkeit ablegen, denn die verursacht gleichzeitig ein so furchtbar großes schlechtes Gewissen in mir. Vielleicht kommst du ja eines Tages zu mir und sagst: "Hey Mama, alles gut. Ich hatte ja Papa. Sein Haut war auch warm. Es fehlten zwar zwei grundlegende Vorzüge aber die genoss ich dafür umso mehr, als ich sie endlich hatte. Sei nicht traurig.".

Die Zeit heilt alle Wunden? Ich hoffe das so sehr. Du bist mein Pflaster. Und ich deines. Wir haben beide eine Narbe, die uns an diesen Tag erinnert. Lass uns eines Tages über diese Narben streicheln und einfach nur dankbar sein. Wir haben uns. Wir sind ein Team. Ich liebe dich so unheimlich. Und bin so unendlich dankbar, dass du den Weg zu mir gefunden hast. Wie hart er auch immer war.

Deine Mama.